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Fit für den Urlaub!

Nachdem eine unserer Nachbarinnen vor Kurzem nachts die Polizei gerufen hat, da sie in unseren Gärten und auf unseren Terrassen seltsame Gestalten hat rumschleichen sehen, haben wir beschlossen, aktiv etwas zu tun.

Wir wussten ja, dass bei uns in der Straße gerne eingebrochen wird. Aber so konkret damit konfrontiert zu werden, ist immernochmal was anderes.
Gut, dass wir zur Ferienzeit, der Einbruch-Hochsaison, immer zu Hause sind.

Jetzt heißt es: was tun? Wir sind Mieter und die Ausgaben sollen irgendwo im Verhältnis bleiben. Bei uns ist tatsächlich nix zu holen. Handys, iPad etc. hat man ja immer dabei. Mein gesamter Schmuck ist Modeschmuck aus echtem Blech. Das einzige Bargeld, das wir haben, ist im Geldbeutel und überschreitet selten 30 Euro.
Es geht ja tatsächlich nur um das Gefühl, dass da irgendwelche Bekloppten mein Haus durchsuchen und dabei verwüsten. Das ist der echte Horror!

Auf der Webseite der Kriminalpolizei kann man zur Einbruchprävention einiges nachlesen. Das kann ich übrigens jedem nur empfehlen! Meistens kommt man dann schon alleine drauf, wo die Schwachstellen sind bzw. man den Einbrechern ein "Herzlich Willkommen"-Schild aufhängt.

Unsere Eingangstür ist bereits eine Sicherheitstür, die wir auch immer richtig abschließen. Da fahren mehrere Bolzen und Haken in den Rahmen - hier brauchen wir also nichts nachrüsten.

Schritt 1 zum Projekt "Wir machen unser Haus fit für den Urlaub" war die Installation einer Alarmanlage. Mit allem Zipp und Zapp. Bewegungsmelder, Öffnungsmelder für Fenster und Türen, Innensirene, Außensirene mit Blinklicht, sofortige Kontaktierung per Telefon, SMS und E-Mail an alle hinterlegten Kontaktpersonen. Sogar incl. Notstromaggregat, denn es ist ja bekannt, dass Einbrecher bei Alarmanlagen zuerst über die Terrassen-Steckdose eine Überspannung erzeugen und somit den Strom im ganzen Haus lahm legen. Die meisten Alarmanlagen sind somit außer Gefecht gesetzt. Unsere nicht! Ha!

Da die Kriminalpolizei ausdrücklich sagt, dass eine elektronische Sicherung alleine nicht ausreicht, müssen wir mechanisch nachrüsten.
Das machen wir in zwei Etappen, bei denen sich der Vermieter auch zur Hälfte beteiligt.
Etappe 1 hat gestern stattgefunden: die billigen Plastik-Fenstergriffe haben wir durch abschließbare Metall-Fenstergriffe ersetzt. Der Fensterbauer hat uns ausdrücklich vor den billigen abschließbaren Fenstergriffen für ca. 10 Euro gewarnt. Die kann man nämlich mit ein bisschen Elan ganz schnell aufhebeln, da das Innenleben komplett aus Plastik ist. Das Ganze findet man im Internet nochmal bestätigt.

Haben wir uns also die "Guten" besorgt.
Die Montage ging schneller als gedacht.


Hier am Beispiel unserer Terrasse.
Plastik-Fenstergriffe ohne Sicherung

Zuerst an den vorhandenen Fenstergriffen die Blenden drehen, sodass man an die Schrauben kommt.
Blenden drehen um an die Schrauben zu kommen
Fenstergriffe abschrauben.
Fenstergriffe abschrauben.
Neue Fenstergriffe mit Sicherheitsstufe 5
neue Fenstergriffe mit Sicherheitsstufe 5
Erstmal den Karton aufmachen und nachschauen, ob auch alles drin ist. Wichtig: auf jeden Fall die Beschreibung lesen!
ein Fenstergriff ausgepackt
Jetzt den Bolzen und die Schelle am Fenster anbringen.
Bolzen und Schelle montieren
Griff draufsetzen, festschrauben - fertig!
fertig montierte Griffe
Zum Abschließen der Griffe einfach die Schlösser eindrücken - fertig.
abgeschlossene Griffe
Na das war ja ein Kinderspiel. Jetzt nur noch alle anderen Fenster...
nun noch alle anderen Fenster
Nach dieser ersten Etappe der mechanischen Nachrüstung steht noch die nächste Etappe an: Pilzkopfverriegelungen und Sicherheitsbeschläge an allen Fenstern und Türen.
Das ganze Equipment haben wir schon zu Hause - wir müssen es nur noch montieren. Und das muss uns der Fensterbauer einmal zeigen.

Wenn das dann aber alles montiert und angebracht ist, sollte es ausreichen. Mehr können wir als Mieter auch nicht machen - es muss ja irgendwo im Verhältnis bleiben.

Aber grade so im Rausch der Heimwerkerarbeiten habe ich gestern noch schnell in der Dusche den Abzieher montiert. Der lag bisher immer so unmotiviert im Bad rum.

Abzieher ist endlich montiert
Abzieher ist in der Dusche montiert
Ich weiß, dass es keinen perfekten Einbruchschutz gibt. Aber eigentlich geht es ja nur darum, es dem Einbrecher so schwer wie möglich zu machen bzw. einen besseren Schutz als der Nachbar zu haben.

Wenn man vor einem Löwen wegläuft muss man nicht schneller sein als der Löwe - man muss nur schneller sein als der Langsamste.

Kommentare

  1. Einen hundertprozentigen Schutz vor Einbrechern gibt es wirklich nicht, allerdings kann man schon ein Menge tun, um sie abzuschrecken. Aber durch die neuen Fenstergriffe hat man schon wirklich viel für die Sicherheit getan ;)

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    1. Bisher hat noch niemand eingebrochen. Dafür aber 15 Häuser weiter. Am helllichten Tag - 11 Uhr am Vormittag. Da wird einem schon mulmig, muss ich sagen.

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