Donnerstag, 8. Dezember 2016

RUMS: Askews Me Poncho

Hallo, mein Name ist Frau Feinmotorik und ich bin ein Stephen-West-Groupie.
Seit dem Workshop, an dem ich im November 2015 teilnehmen durfte, bin ich ein glühender Fan.
Also musste ich nach langer Zeit mal wieder etwas von ihm stricken. Am Mystery-KAL habe ich dieses Jahr nicht teilgenommen (ich bin zwar Fan, aber auch ich habe Grenzen....). Aber ich habe mich vor einigen Monaten in den Askews Me Poncho von ihm verliebt.
Auf dem Wollfest in Hamburg habe ich mir das entsprechende Garn besorgt und letzten Monat ging es dann los.

Askews Me Poncho
Anleitung:
Askews Me Poncho von Stephen West
zu kaufen auf ravelry
Der Poncho lässt sich von rechts und links tragen - je nach farblicher Kombination kann man ihn also entweder mit Violett oder mit Silber nach außen tragen. Ich persönlich finde die Violette Variante schöner.

Wie alle Stephen West Anleitungen, die ich bisher gestrickt habe, ist auch diese sehr verständlich, klar strukturiert, übersichtlich und einfach geschrieben. Wer sich noch nie an Englische Anleitungen getraut hat, dem empfehle ich für das erste Mal ganz klar eine Stephen West Anleitung. Ohne viel Geschwurbel und Gedöns bringt er es auf den Punkt und hat meist in 1-2 Seiten alles genau beschrieben.
Wer noch nie Brioche (Patent) gestrickt hat, der sollte allerdings erstmal eine andere Anleitung von ihm wählen - zum Beispiel Exploration Station

Wolle:
Wool of Fame Merino Seide Yak DK
60% Merino, 20% Seide, 20% Yak
100g / 212m
Farbe A Violett
Farbe B Silber
Das Garn ist sehr kuschelig-flauschig ohne zu fusseln. Und auch nach dem Waschen ist das Garn nicht gewachsen. Es behält seine Form und ich werde mir noch so einige schöne Dinge aus dieser Qualität stricken.

Garnverbrauch:
Farbe A Violett 293g
Farbe B Silber 298g
Da am Ende die Reihen seeeeeeeehr lang werden (über 400 Maschen) braucht man für die letzten 15 cm je einen Strang von Farbe A und B.

Nadelstärke:
4,5 mm HiyaHiya mit wechselnder Seillänge

Größe:
onsize

Modifikationen: 
Ich habe mich komplett an die Anleitung gehalten. Allerdings habe ich ganz am Ende mit dem Rest von Farbe A (Violett) einen Icord oben an den Kragen gestrickt. Das passt in meinen Augen besser zum Icord unten am Abschluss.

















Und natürlich wird damit geRUMSt und bei Frau Maschenfein und der Rubrik Auf den Nadeln im Dezember gepostet.

Samstag, 3. Dezember 2016

Auf den Nadeln im Dezember

Die Strickelfen Frau Feierabendfrickeleien, Frau Jetztkochtsie, Frau Jazzfisch, Fräulein Hoppenstedt und ich haben beschlossen: wir machen jetzt mal unseren eigenen KAL (knit along) und stricken gemeinsam den Shockwaves von Beata Jezek.
Also wir stricken nicht zu fünft an einem Schal - jede strickt sich ihren eigenen.


Anleitung:
Shockwaves von Beata Jezek
kostenlos auf ravelry

Wolle:
Das Mondschaf 
Merino Sock
in den Farben Schwarz und Einhornpups (ja, die Färbung heißt wirklich so)
75% Wolle 25% Polyamid
420m / 100g
Anders als in der Original-Anleitung verwende ich keine vier unterschiedlichen Färbungen sondern je 2x Schwarz (für A und C) und Einhornpups (für B und D).

Nadelstärke:
3,5 mm HiyaHiya mit 80cm Seil

Größe:
onsize

Modifikationen: 
Da das von mir verwendete Garn eine längere Lauflänge hat als das in  der Anleitung angegebene, und ich möglichst alles verstricken möchte, habe ich ausgerechnet, dass ich nach ca. 70g von Farbe A mit dem ersten Streifenteil beginnen werde.
Ob das so klappt - ich werde sehen.




Mit meinem Shockwaves schaue ich schonmal bei Frau Maschenfein und ihrer Rubrik "Auf den Nadeln im Dezember" vorbei.

Donnerstag, 1. Dezember 2016

RUMS: Mrs Santa Claus

Pünktlich zum ersten Dezember ist es fertig gestrickt, vernäht, gewaschen und in Form gespannt: mein Outfit für Weihnachten oder auch "Mrs Santa Claus".
Ho Ho Ho!

In Anlehnung an mein schwarz-weißes Bloomdress habe ich mir gedacht, dass man die Anleitung ja auch mit jedem anderen Muster in jeder beliebigen Farbe stricken kann. Und da Weihnachten vor der Tür steht, habe ich mich für ein weihnachtliches Design entschieden.

Wieder ein Kleidchen, denkt Ihr bestimmt. Ja, ich habe gerade eine Kleidchen-Phase. So wie ich Anfang des Jahres in der "alles von Mairlynd"-Phase und im Sommer in der "Strickjacken aus Wollmeise Lace"-Phase war, so kann ich aktuell von Kleidern nicht genug bekommen.

Mrs Santa Claus
Anleitung:
Ich habe für dieses Kleid zwei Anleitungen gemischt. Die Form habe ich vom Bloomdress von Deepika übernommen. Ich habe das Bloomdress ja schonmal in schwarz gestrickt und liebe-liebe-liebe es.
Die Anleitung kann man auf ravelry kaufen.

Nach dem Muster habe ich lange gesucht. Ich wollte etwas haben, das nach Winter und Weihnachten aussieht, aber nicht unbedingt Elche, Glocken, Schneemänner oder Tannenbäume zeigt. Letztendlich habe ich mich für diese Lotusblüten im Schneeflocken-Design - oder Schneeflocken im Lotusblüten-Design, entschieden. Wie mans nimmt.
Das Muster gibt es kostenlos auf ravelry und heißt Lotus Mittens von Heather Desserud.

Wolle:
Rot
Wollmeise Pure in der Farbe "Bussi"
Anders als auf den Bildern ist "Bussi" ein eiskaltes, dunkles Rot.
350m / 100g
Weiß
Hier habe ich die Reste von meinem Bloomdress verstrickt
Malabrigo Sock in der Farbe "Nature"
Bei der Menge habe ich mich allerdings verkalkuliert (*hust) und habe bei Frau Jetztkochtsie noch ein paar Reste erbettelt.

Nadeln:
HiyaHiya 3,0 mit wechselnder Seillänge für die einfarbigen Abschnitte.
Beim Muster habe ich auf 3,5 gewechselt, damit es sich nicht so zusammenzieht.

Garnverbrauch:
rot 329g
weiß 49g

Modifikationen:
Um ein engeres Maschenbild zu erhalten, habe ich mit kleineren Nadeln gestrickt.
Am Oberkörper habe ich nach Größe 36 gestrickt und da ich unten für das Muster eine durch 24 teilbare Maschenanzahl brauchte, habe ich bis 240m an der Hüfte zugenommen und dann das Muster gestrickt.
Im Endeffekt hätte ich unten gerne 10-15 Maschen mehr, aber ich ribbele nun nicht mehr den Mustersatz auf. Allein daran habe ich drei Tage gesessen. Drei! DREI!

Und wer mich kennt, weiß, dass ich auf Klütza stehe. Klütza makes the world go round! Ich konnte also nicht anders und musste in die lotusblütigen Schneeflocken / schneeflockigen Lotusblüten (such Dir aus, was Dir besser gefällt) kleine Glitzerperlen einstricken. Das habe ich allerdings nur an den Ärmeln und an der Brust gemacht. Unten nicht, da ich Angst hatte, dass die Perlen beim Sitzen pieksen oder mir Laufmaschen in meine Strumpfhosen machen könnten.























Und natürlich wird mit diesem Kleidchen geRUMSt und bei Frau Maschenfein mitgemacht.

Samstag, 26. November 2016

Equipment ist alles: der Fusselrasierer

Ein Blogpost über einen Fusselrasierer. Du denkst wahrscheinlich gerade: Dein Ernst? Ein Fusselrasierer? Echt jetzt??
Aber ja, ich bin der Meinung, dass in jedem gut sortierten Strick- und Häkelhaushalt ein Fusselrasierer wohnen sollte. Und zwar nicht irgendwo im Keller wo man denkt "Mensch, irgendwo hab ich einen, finde den aber nicht mehr." Sondern am besten sollte er irgendwo im Kleiderschrank liegen. Zumindest hat meiner da ein lauschiges Plätzchen.

Ich sage Euch auch, warum ein Fusselrasierer so ein schniekes Teil ist.

In meiner Schwangerschaft habe ich für den Mini-Me einen kleinen Pullunder aus der Cheeky Merino Joy von Rosy Green Wool gestrickt. Die Wolle ist super! Kuschelig, kuschelig, kuschelig weich, kein Polyacryl oder sonstiges Plastik drin und schön warm. Kann ich also nur empfehlen.
Da ich den Pullunder so spitze finde und ich ihn eigentlich in Größe 68 gestrickt habe, der Mini-Me mit seiner aktuellen Größe 80 aber "so 'nen Schlanken ist" (wie man im Ruhrpott sagen würde), passt ihm der Pullunder immernoch. Und er trägt ihn oft.
Was gestrickte, heiß geliebte und oft getragene Wollsachen nunmal so an sich haben: irgendwann bilden sich kleine Knötchen. Also es fusselt nix, denn der Pullunder verliert keine Fasern, sondern allein von der Reibung hat man an der Oberfläche viele kleine Böbbelchen.
Der Pullunder fängt an runtergerockt und oll auszusehen.

Kann man auf den Bildern gut erkennen:




Nun kann man sich entscheiden: man lässt die Wollsachen nun entweder wie sie sind, findet sie mit der Zeit immer weniger schön und sortiert sie irgendwann aus - oder man bringt ein "ich-mach-die-Sachen-wieder-neu" tolles Zauberwerkzeug ins Spiel: den Fusselrasierer. Tadaaaa!!



So ein Ding kostet nicht viel Geld. Ich habe meinen für unter 10 Euro auf Amazon geschossen.
Damit kann man nun wunderbar diese ganzen kleinen Knötchen abrasieren. Einfach in kleinen kreisenden Bewegungen - oder wild hin und her - ganz wie Du magst, über das heißgeliebte Strickstück fahren.



Das Ergebnis kann man sehr gut erkennen: der Pullunder sieht aus wie neu!




Keine Fusseln oder Knötchen mehr da. Als ob ich ihn gerade erst gestrickt hätte.
Im Auffangbehälter des Fusselrasierers kann man dann sehen, was man so alles abrasiert hat:



Da kommt schon was zusammen!
Und nein, keine Sorge, der Pullunder hat nicht eklatant an Material eingebüßt. Er ist immernoch flauschig, kuschelig und hält weiterhin wunderbar warm.

Ich habe schon ein paar Mal gehört, dass viele Angst davor haben, einen Fusselrasierer einzusetzen. Mit der Zeit würde sich das Gestrick ja völlig auflösen, sagen viele.
Aber warum hat man Angst davor? Im Grunde ist es doch nichts anderes, als wenn man Bekleidung in den Trockner packt. Da hat man am Ende ja auch immer das Flusensieb voll und bisher haben sich noch keine Klamotten komplett aufgelöst, weil nicht mehr genug Fasern da waren, alles zusammenzuhalten.

Traut Euch! Holt Euch so ein Ding und frischt Eure Stricksachen wieder auf. Ihr werdet wieder mehr Freude daran haben. Und mal ehrlich: wer läuft gerne mit Strickpullovern rum, die so olle Knötchen überall haben? Niemand. Also.

Also ab zu Amazon und einen bestellen. Ich habe Euch den Suchbegriff schonmal eingegeben. Los gehts!