Montag, 16. Dezember 2013

Mein erstes Strick-Projekt ist gestartet

Vorgestern habe ich mit meinem ersten richtigen Strick-Projekt gestartet. Ein einfacher Schal mit einem Anfang und einem Ende und zwischendrin ganz viel Zopfmuster.

Die Wolle hatte ich vorher schon gekauft.

Schachenmayr Bravo
Color 08200
50 g ~ 133 m
Maschenprobe 22 Maschen - 30 Reihen ~ 10 cm²
empfohlene Nadelstärke 3-4 mm; ich nehme jedoch eine 5 mm Nadel, damir meine nette Lehrerin sagte, dass man besser eine größere Nadel nimmt, wenn man dazu neigt, sehr fest zu stricken.

Das Strickmuster habe ich kombiniert. Das dicke Zopfmuster in der Mitte des Schals habe ich aus der Anleitung von Magdalena Neuner übernommen.
Die beiden äußeren Zöpfe (einmal links- einmal rechtsdrehend) habe ich aus der Brigitte.de Strickschule.
Breite des Schals: 45 Maschen

Da ich noch Anfänger bin, habe ich für mich selbst das Strickmuster übersichtlich aufgeschrieben und los ging es.
Der Anfang war ganz fix gemacht.

Strickmuster, Wolle, Zopfnadel und die ersten paar gestrickten Reihen
Ich musste zwar zwei Mal ansetzen, bis ich mit der doppelt gelegten Wolle alle 45 Maschen ordentlich angeschlagen habe, aber das war dann kein Problem.

Die ersten paar Reihen konnte ich also problemlos beginnen. Ich saß gemütlich auf meiner Couch, nebenbei lief im Fernsehen Biathlon und sonstiger Wintersport.

das erste Muster ist im Schal zu erkennen
die nächsten Reihen wurden gestrickt
Ach war das schön. Zu sehen, wie der Schal fast von alleine wächst und immer länger wird. So langsam konnte man die ersten Zopfmuster erkennen. Ich habe mich richtig gefreut.

Zwischendrin musste ich das Strickzeug auch mal auf die Seite legen, denn man hat ja noch anderes zu tun, aber bis zum Abend hatte ich doch ein gutes Stück geschafft.

Ergebnis des ersten Tages bis zum Abend
Als ich mir am nächsten Morgen erneut das Strickzeug vorgenommen habe, habe ich gesehen, dass ich auf der linken Seite eine Zopfwindung vergessen habe.
oben links eine Zopfwindung vergessen
Na toll. Was machen? Mein Mann meinte, ich solle einfach weiterstricken. Es wäre mein erster Schal, da könne man ruhig noch Fehler machen. Außerdem sieht das doch eh keiner, meinte er.

Ok, also habe ich ein paar Reihen weitergestrickt. Dann hat mich das mit der fehlenden Zopfwindung aber so gestört, dass ich das nicht so lassen konnte.
Was macht man in dem Fall? In der Brigitte.de Strickschule gibt es einen Absatz über Zurückstricken. Das habe ich also gemacht. Nach einer Reihe hatte ich davon aber genug. Wie lange dauert das denn, bis man die ganzen Reihen zurückstrickt?
Also habe ich tatsächlich die Stricknadeln aus allen Maschen gleiten lassen und die Wolle bis zur fehlerhaften Reihe aufgeribbelt.
Dann blieb nur noch hoffen. Hoffen, dass ich wirklich alle Maschen wieder aufnehmen kann und mir keine durchrutscht.
Mit viel Geduld habe ich das dann auch geschafft. Die eine oder andere Masche habe ich dabei verdreht, aber bisschen Schwund ist immer, habe ich mir gesagt.

Nach der Korrektur und einigen weiteren Reihen hat man dann davon auch gar nichts mehr gesehen.
korrigierte Zopfwindung - vom Fehler nichts mehr zu sehen
Am Abend des zweiten Stricktages habe ich schon ganz schön viel geschafft. Das erste Wollknäuel geht so langsam dem Ende zu und ich muss mich auf die Problematik vorbereiten: wie beende ich ein Wollknäuel und fange das nächste an?

Ergebnis am zweiten Stricktag - das erste Wollknäuel geht zu Ende

Hoffentlich finde ich praktische Tipps dazu und muss meinen Schal nicht schon nach dem ersten Wollknäuel beenden. Das wäre total frustrierend.

Ich bleibe dran und werde berichten.

Update des Blogeintrages: der Schal ist fertig - juhuu!
Hier kann man sich das gute Stück anschauen.

Freitag, 13. Dezember 2013

Strickmuster nach Magdalena Neuner

Wie viele von Euch wissen, strickt Magdalena Neuner (Ihres Zeichens sehr erfolgreiche Biathletin) auch sehr gerne und sehr viel.

Auf der Webseite Magdalena strickt habe ich einige einfache Strickanleitungen gefunden. Unter anderem einen Schal, 34 cm breit und 260 cm lang.
Das Strickmuster habe ich mir ausgedruckt.

Dann habe ich versucht das Strickmuster zu lesen und zu verstehen. Bei ein paar Formulierungen musste ich doch sehr stocken.
Die Mütze zum Beispiel habe ich bis jetzt nicht verstanden. Die muss ich mir mal von einem Profi erklären lassen.
Aber beim Schal hab ich das recht schnell begriffen.

Um es mir für den Anfang einfacher zu machen, habe ich mir die Anleitung in ein (für mich) verständliches Strickmuster übersetzt.

Und dann wurde mit meiner Übungswolle losgestrickt.
Von Anfang an hat alles wunderbar geklappt.
Der Maschenanschlag funktionierte sofort.
Die rechten und linken Maschen haben geklappt.
Und auch das Zopfmuster (abwechselnd Hilfsnadel vor und hinter dem Strickstück) hat mir keine Probleme bereitet.

Nach ca. 1-2 Stunden sah das Ergebnis dann so aus:
Erstes Übungsergebnis nach der Strickvorlage

Erstes Übungsergebnis nach der Strickvorlage

Erstes Übungsergebnis nach der Strickvorlage

Ich war selbst ganz überrascht, was für ein tolles Muster aus so einer Anleitung herauspurzeln kann. Das Zählen der Maschen war für mich kein Problem.
Was mir eher Probleme bereitet hat und wo ich immer wieder nachdenken musste, war die Anzahl der Reihen. Irgendwie habe ich das noch nicht so drauf, die Reihen am gestrickten Stück zu zählen. Hier versuche ich immer zu zählen - stelle dann aber fest, dass ich doch mehr "schätze" als zähle.

Dann hat mir die Randmasche mal wieder kleine Probleme bereitet. In einigen Anleitungen habe ich nun gelesen, dass die erste Randmasche nicht gestrickt wird. So habe ich es auch von meiner Lehrerin übernommen und mache das auch brav.
Aber die letzte Randmasche in einer Reihe soll man "kraus rechts" stricken. Das habe ich auch gemacht. Nur ist dann, wenn ich das Strickstück umdrehe, die erste Randmasche so komisch auf der Nadel, dass mir das immer ein bisschen "falsch" vorkommt.
Vielleicht ist das nur die Übung, die mir fehlt.

Und als letztes hapert es noch an der Gleichmäßigkeit. Einzelne Maschen sind so fest gestrickt, dass ich sie auf der Nadel nur ganz schwer hin- und herschieben kann.
Und andere Maschen sind dermaßen locker, dass ich Angst habe, dass sich das Stickstück wieder aufdröselt.

Naja, ich bin ja noch Anfänger. Ich weiß, ich bin total ungeduldig und am liebsten möchte ich jetzt und sofort schon alles wie ein Profi können. Aber hier hilft nur eins: üben, üben, üben.

Heute geht es los. Ich werde mir eine Strickanleitung für mein erstes Strickprojekt überlegen. Es soll ein schöner, langer cremefarbener Schal werden.
Den werde ich dann über die Weihnachtstage stricken. Und wenn mir das weiterhin so viel Spaß macht, bekomme ich ihn vielleicht über die freien Tage fertig.
Wenn nicht - dann halt nicht. Kein Stress - soll ja Spaß machen.

Ich bin gespannt!

Donnerstag, 12. Dezember 2013

mein erster gestrickter Zopf

Stricken - ich kann nur noch ans Stricken denken!

Gestern wollte ich es ausprobieren. Ich wollte zum ersten mal ein Zopfmuster stricken. Also habe ich mir gefühlte 100 Mal die Anleitung auf Brigitte.de durchgelesen, in der sehr anschaulich erklärt wird, wie ein Zopfmuster gestrickt wird.

Meiner Meinung nach die beste Anleitung, die ich im Netz gefunden habe. Alle anderen sind für Anfänger wie mich einfach noch zu kompliziert.
Da verstehe ich nur die Hälfte und bin ganz schnell frustriert. Jaja, ich bin eine von der ungeduldigen Sorte.

Die dafür benötigte Zopfnadel habe ich mir vorher noch in einem Bastelgeschäft in der Nähe gekauft.
In der Packung waren zwei Nadeln drin. Eine dickere in Stärke 4,0 und eine dünnere in Stärke 2,5.

Ich finde das sehr praktisch, dann hat man gleich zwei. Gekostet haben die übrigens 2,90 €.

Stricknadeln für das Zopfmuster

Also ran ans Zopfmuster.

Zu Hause hingesetzt, iPad mit der Anleitung von Brigitte.de vor der Nase und los ging es mit meiner Übungswolle, die mir meine private Lehrerin vorgestern in die Hand drückte.
Anscheinend hatte ich aber die Grundlagen total vergessen. Der Maschenanschlag hat erst beim 5. Mal geklappt, die erste Reihe brauchte dann auch mehrere Anläufe.
Und bis ich überhaupt mal soweit war, die zweite Reihe fertig zu stricken, habe ich über eine Stunde gebraucht.
Jeder Versuch, der mir nicht gefallen hat, wurde sofort wieder aufgedröselt und von vorne angefangen.

Innerlich hab ich schon gedacht, dass das doch irgendwie hinhauen muss. So schwer kann das doch nicht sein.
Was ich dabei vollkommen vergessen habe, war das richtige Lesen der Strickanleitung. Wenn da steht, dass die zweite Reihe rechte/linke Maschen genauso gestrickt werden soll wie die erste, dann heißt das, dass aus einer Rechtsmasche eine Linksmasche wird.
Also Hinrunde rechts - Strickstück umdrehen - Rückrunde links.

Bis ich das mal begriffen hatte, hat es weitere 3 Versuche benötigt.

Aber irgendwann klappte es dann mit den ersten Reihen.

Das Strickmuster habe ich aus der Anleitung einfach übernommen:
  • 0) Maschenanschlag (Wolle habe ich doppelt genommen)
  • 1) 1 Randmasche (links abgehoben), 1 rechte Masche, 2 linke Maschen, 6 rechte Maschen, 2 linke Maschen, 1 rechte Masche, 1 Randmasche (rechts gestrickt)
  • 2) nun die Rückrunde spiegelverkehrt: 1 Randmasche (links abgehoben), 1 linke Masche, 2 rechte Maschen, 6 linke Maschen, 2 rechte Maschen, 1 linke Masche, 1 Randmasche (rechts gestrickt)
  • Reihe 3-6: das Muster aus Reihe 1 und 2 fortlaufend wiederholen
  • 7) jetzt kommt die Zopfreihe! 1 Randmasche (links abgehoben) 1 rechte Masche, 2 linke Maschen, 3 Maschen auf die Zopfnadel vor die Arbeit legen, 3 rechte Maschen hinter der Zopfnadel stricken, 3 rechte Maschen von der Zopfnadel stricken (die Zopfnadel kann jetzt wieder weggelegt werden), 2 linke Maschen 1 rechte Masche, 1 Randmasche (rechts gestrickt)
  • ab Reihe 8 alles aus Reihe 1-7 fortlaufend wiederholen

Das Ergebnis sah nach einigen Übungsreihen dann so aus:
meine erste Zopfübung gemäß der Anleitung von Brigitte.de

meine erste Zopfübung gemäß der Anleitung von Brigitte.de

Ganz stolz habe ich heute früh meiner Lehrerin ein Bild geschickt. Sie meinte, ich wäre ein Naturtalent. Das Lob geht runter wie Öl. Einfach toll.

Mein Fazit: das Zopfmuster ist total einfach zu stricken und macht dabei ordentlich was her.
Also wird der Schal, den ich mir als erstes richtiges Strickprojekt vorgenommen habe, auf jeden Fall ein Zopfmuster beinhalten.

An meinen Randmaschen muss ich aber wirklich noch üben. Die sehen aus wie Kraut und Rüben. Von einem einheitlichen, geraden Rand kann ich wirklich noch nicht sprechen.

Bedeutet also, dass ich mich heute Abend nochmal mit meiner Übungswolle hinsetzen werde, um mehr praktische Erfahrung zu sammeln.
Heute Abend werde ich mir dann auch ein Strickmuster für meinen Schal überlegen, den ich am Wochenende mit der neu gekauften Wolle beginnen möchte.

Und weil ich ja so ein Schnäppchenjäger bin und gestern in dem Bastelgeschäft die Wolle im Angebot war, konnte ich nicht einfach dran vorbeilaufen. Ich habe drei weitere Wollknäule in einer neuen Farbe gekauft.
Gleicher Hersteller und gleiche Wolle wir meine Übungswolle - jedoch eine andere Farbe. Ein Grau Nummer 08295. Sogar der Preis war der gleiche - 1,35 € pro Wollknäuel.
Daraus mache ich vielleicht eine Mütze oder Armstulpen. Mal sehen. Erstmal kommt der Schal - dann sehen wir weiter.



Hoffentlich geht der Tag heute schnell rum. Ich möchte am liebsten sofort wieder losstricken!

Liebe Grüße,
Eure "Strickliesel"

Mittwoch, 11. Dezember 2013

ich habe stricken gelernt

Gestern war ich sehr aufgeregt. Der Feierabend konnte gar nicht schnell genug kommen, denn meine erste private Strick-Lern-Stunde stand auf dem Plan.

Nach Feierabend also schnell mit dem Auto zum verabredeten Treffpunkt gedüst. Dort, in einem Café in einem Einkaufszentrum, haben wir uns erstmal kennengelernt.
Sie hat auf mein Posting in einer Facebook-Gruppe geantwortet. Ich wollte wissen, wo man in der Umgebung stricken lernen könnte, da der VHS-Kurs bereits voll wäre. Sie schrieb mich dann direkt an und meinte, sie könne mir das auch einfach privat beibringen.

Nach dem ersten Beschnuppern ging es in ein Geschäft für Stoffe, Wolle, Kurzwaren etc.

Folgendes habe ich im Geschäft gelernt:
Die Informationen auf der Banderole des Wollknäuels haben tatsächlich einen Sinn!
Denn man kann daraus lesen
- wie viel Meter das Knäuel hat
- welche Farbnummer (für eventuellen Nachkauf der Wolle)
- Pflegeanleitungen (Hand-/Maschinenwäsche etc.)
- welche Stricknadel-Stärke am besten geeignet ist
- wie viele Maschen und Reihen ein 10cm-Quadrat ergeben (das nennt sich Maschenprobe)
- wie viel Gramm Wolle man für ein Kleidungsstück in einer bestimmten Größe benötigt

Folgendes hat sie mir dazu noch erklärt:
- wenn man aus Erfahrung eher fester bis sehr fest strickt, sollte man immer eine größere Stricknadel nehmen, als auf der Wolle steht. Eine Nummer reicht.
- man kann auch für dicke Strickteile dünnere Wolle nehmen. Hier dann einfach den Faden doppelt nehmen, dann ist das Ergebnis genauso "flauschig" - und kostet am Ende weniger Material.

Zum Üben hat sie mir ein Wollknäuel mitgebracht.
Schachenmayr - Bravo
Farbe 00002
Nadelstärke 3-4 mm
22 Maschen und 30 Reihen ergeben 10 qcm
50 g ~ 133 m
maschinenwaschbar



Dazu habe ich mir eine Rundstricknadel in Größe 5 gekauft. Sie meinte, mit einer Rundstricknadel ist es einfacher zu stricken.




Nach dem Einkauf haben wir uns auf eine Bank gesetzt und los ging es mit dem Maschenanschlag.
Als Tipp hat sie mir noch mit auf den Weg gegeben: das Wollknäuel immer von innen heraus verstricken. Somit bleibt es immer ruhig liegen und kullert nicht im Zimmer rum.

Nun ging es an die allererste Masche. Sie hat sie mir gezeigt - ich habe mehrfach geübt. Klappt.

Nun weiter mit den nächsten Maschen. Sie hat es mir gezeigt - ich habe wieder mehrfach geübt. Klappte auch hier.

Dann die Randmasche. Ich habe gelernt, dass eine Randmasche nie gestrickt wird, sondern immer nur "ungestrickt" von der linken auf die rechte Stricknadel wandert.
Das klingt einfach - hat also auch recht schnell geklappt.

Die nächste Reihe wurde dann rein rechts gestrickt. Meine Erinnerung aus der Kindheit kam ziemlich schnell zurück. Somit war ich am Ende der ersten Reihe mit der rechten Masche wieder befreundet.

Die nächste Reihe wurde rein links gestrickt. Das konnte ich in meiner Kindheit ja nie - deshalb war das neues Terrain für mich. Aber auch hier klappte das am Ende der zweiten Reihe auch schon ganz gut.

Nun die Herausforderung - ein Muster stricken. Zwei rechts - zwei links - zwei rechts - zwei links.... usw.
Das war dan schon etwas Neues für mich, da ich erstmal lernen musste, woran erkenne ich die rechten und die linken Maschen?
Gelernt: die mit dem Maschenbogen vorne sind die linken Maschen - die mit dem Maschenbogen hinten sind die rechten Maschen. Ein paar Mal habe ich mich natürlich geirrt und wild drauflos gestrickt. Aber dank meiner Lehrerin hat das nach ein paar Reihen dann auch geklappt.

Und dann ging es schon ans Abketten. Früher hab ich mir das immer wahnsinnig schwer vorgestellt. Allein vom Begriff "Abketten" war ich eingeschüchtert.
Hier war meine Schüchternheit vollkommen unbegründet. Die erste Masche wird wieder nicht gestrickt, die zweite Masche wird gestrickt - und dann wird die erste einfach über die zweite gezogen und so weiter.
Ganz easy! Also gleich ausprobiert. Zugegeben, es war für mich eine ganz schöne Fummelei. Ein paar Mal habe ich die Maschen auch verloren, aber Dank meiner geduldigen Lehrerin wieder schnell aufgenommen.

So sieht meine allererste Strick-Übung aus:






Krumm und schief - aber in meinen Augen das tollste Strickergebnis auf der ganzen Welt. ;-)

Mit meiner Lehrerin habe ich übrigens noch Wolle für mein erstes Strick-Projekt gekauft. Ich möchte einfach anfangen - also ein Schal. Kein runder Schal, sondern zwei Enden.
Dick und flauschig soll er sein. Mit Muster (zwei rechts - zwei links).

Also habe ich 6 Wollknäule gekauft

Schachenmeyr - Bravo
Farbe 08200
Nadelstärke 3-4 mm
22 Maschen und 30 Reihen ergeben 10 qcm
50 g ~ 133 m
maschinenwaschbar
(quasi die gleiche Wolle wie die Übungswolle - nur in einer anderen Farbe)







Zu Hause angekommen habe ich mein tollstes-Übungsobjekt-auf-der-Welt wieder aufgedröselt und neu zum Üben angefangen.
Prompt hatte ich die ersten Probleme mit dem Maschenanschlag. Wie ging das noch gleich? Magdalena Neuner hat mir mit ihrem Strickvideo auf Youtube aber schnell auf die Sprünge geholfen.

Mit den nächsten Reihen ging es dann sehr schnell. Randmasche - Grundmuster zwei rechts - zwei links.

Das Ergebnis ist mein zweites allertollstes-Übungsobjekt-auf-der-ganzen-Welt ;-))

zweites Übungsobjekt

abschließend noch abgekettet

ist das nicht schön? Ich bin ganz begeistert!

Die nächsten zwei Tage werde ich abends noch mit meiner Übungswolle fleißig rumprobieren. Möchte ein gleichmäßiges Maschenbild lernen, bevor ich mit dem richtigen Projekt "Schal" anfange.

Freue mich sehr!
Und danke nochmal an meine sehr, sehr geduldige Lehrerin. :-)

Dienstag, 10. Dezember 2013

Heute lerne ich stricken!

Heute bin ich mit einem total guten Gefühl aufgewacht - ich lerne stricken. Aaaaahhhh!!

Wie kommts? Wie bereits erwähnt bin ich ein großer Fan von Handarbeiten, basteln etc. Und in meinem Repertoire fehlt mit halt noch das Stricken.
Als ich um die 12/13 Jahre alt war, hat mir meine Oma stricken beigebracht. Damals bin ich jedoch nie über die rechte Masche hinausgekommen. Heißt - ich konnte Maschen anschlagen und ausschließlich rechte Maschen stricken.
Ich habe jedoch nie gelernt abzuketten. Somit habe ich kein einziges Teil vollenden können.

Diesmal nehme ich es in Angriff. Ich möchte richtig stricken lernen. Und wenn möglich sogar Strickanleitungen lesen und verstehen können.

Im Internet habe ich mich durch Blogs, Foren und Youtube-Videos durchgearbeitet. Am liebsten hätte ich direkt losgelegt. Was ich jedoch nirgendwo gefunden habe, war die Basis. Also - welche Wolle am besten für was. Welche Stärke, welche Nadeln etc. Somit war ich von Anfang an leider schon etwas enttäuscht, dass ich dazu nirgendwo Tipps gefunden habe.

Dann schnell auf die Seite der VHS - vielleicht gibts hier irgendwo einen Strickkurs. Jawoll - ein Strickkurs wird angeboten, der jedoch schon voll ist. Den nächsten gibt es dann erst in 3 Monaten. Na super.

Also habe ich auf Facebook in einer entsprechenden Gruppe gepostet, wo ich hier in der Umgebung stricken lernen könnte.
Unter vielen Postings war auch eins von einer netten Frau dabei, die mir gerne privat stricken beibringen würde.

Also treffen wir uns heute in einem großen Einkaufszentrum in einem Café und sie bringt mir die Grundzüge bei. Ich hoffe, dass ich schnell lernen werde. Da ich den Maschenanschlag und die rechten Maschen ja schonmal konnte, denke ich, dass die Erinnerung hier relativ schnell wiederkommt.

Was ich heute unbedingt lernen möchte:
Maschenanschlag
rechte Maschen
linke Maschen
Randmasche
Abketten

Wir gehen dann auch gemeinsam Wolle und Nadeln kaufen. Bin total gespannt!

Dann werde ich die nächsten Wochen über Weihnachten entspannt zu Hause üben (zumindest hoffe ich, dass ich dabei entspannt sein werde) und im Januar treffen wir uns dann wieder und ich zeige ihr die Ergebnisse und sie sagt mir dann, wo ich noch nachbessern könnte.

Parallel dazu melde ich mich trotzdem beim VHS-Kurs ab Februar an. Schaden kann es ja nicht und vielleicht ist die eine oder andere Gleichgesinnte dabei, mit der man sich auch mal außerhalb der VHS zum stricken treffen könnte.

Welche Seiten mich aktuell am meisten begeistern, was das Strickenlernen betrifft:
- Brigitte.de Strickschule
- Schal stricken mit Magdalena Neuner
- Mütze stricken mit Magdalena Neuner

Ich werde Euch gerne weiter auf dem Laufenden halten und Euch von meinen Übungen berichten.


Bis dahin freue ich mich aber erstmal auf meine erste private Strickstunde. In genau 7 Stunden ist es soweit. Ich bin gespannt.

Montag, 9. Dezember 2013

Die Weihnachtskarten 2013 sind fertig!

Endlich sind sie fertig. Die Weihnachtskarten für dieses Jahr. Diesmal hatte ich das Thema "Fadengrafik".
Fadengrafik bedeutet, dass man statt zu basteln und zu kleben die Bilder einfach näht. Klingt komisch - ist aber so.
Im nächsten Blog-Post werde ich nochmal genau erklären, wie die Fadengrafik funktioniert und welche Tricks und Tipps es gibt.

Was benötigt man dafür?
- eine Vorlage
- eine geeignete Nadel zum Stechen der Löcher (ich nehme immer eine Zirkelspitze)
- eine Unterlage, auf der man die Löcher stechen kann (bsp. eine Prickelunterlage)
- eine Nähnadel
- Faden oder Garn in unterschiedlichen Farben
- eine Schere
- Bastelkarton (etwas kleiner als A6-Format)
- Tesafilm

Um daraus am Ende eine richtige Karte zu machen, benötigt man zusätzlich eine Klappkarte aus Bastelkarton im A6-Format sowie Klebstoff.

Die Vorlage für die diesjährigen Weihnachtskarten habe ich aus dem 2005 Adventskalender der TU-Chemnitz. 
Für Anfänger übrigens hervorragend geeignet!

Beim Nähen der Karten hat sich dann auch ganz schnell ein Favorit herausgestellt.
Am schönsten finde ich den Stern links oben von der Vorlage der TU-Chemnitz.
Am schnellsten geht der Stern links unten.
Nicht so schön fand ich die beiden Sterne rechts oben und rechts unten.

Aus der Vorlage links oben habe ich folgende Varianten gestickt. Mit den Farben habe ich etwas herumexperimentiert, sodass es auch zu den Farben der Bastelkartons passte. Am schönsten finde ich es, wenn man den Stern in zwei unterschiedlichen Farben stickt.
Ergänzt habe ich die Karten mit unterschiedlichen 3D-Stickern.

Weiße Fadengrafik auf blauem Bastelkarton. Ergänzt mit silbernen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus weißem Bastelkarton.
Weiß-gelbe Fadengrafik auf goldenem Bastelkarton. Ergänzt mit goldenen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus rotem Bastelkarton.
Gelbe Fadengrafik auf goldenem Bastelkarton. Ergänzt mit goldenen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus rotem Bastelkarton.
Weiße Fadengrafik auf blauem Bastelkarton. Ergänzt mit silbernen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus weißem Bastelkarton.

Braun-beige Fadengrafik auf hellem Bastelkarton. Ergänzt mit goldenen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus gemustertem Bastelkarton.
Aus der Vorlage links unten habe ich die meisten Karten gemacht, da diese am schnellsten gestickt werden konnten. Auch hier kann man die Zacken in unterschiedlichen Farben sticken.
Außerdem habe ich die Vorlage in zwei unterschiedlichen Varianten gestickt. Einmal rundherum - und die restlichen wie auf der Vorlage.
Vorlage rundherum gestickt (+8 bedeutet immer 8 Löcher weiter). Innen rein habe ich übrigens weißes Papier mit Sternen zugeschnitten und einfach eingestickt.
Weiße Fadengrafik - darunter lilafarbenes Papier (vorher ausgeschnitten und einfach eingestickt).
Weiß-graue Fadengrafik auf blauem Bastelkarton. Ergänzt mit silbernen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus weißem Bastelkarton.
Gelb-beige Fadengrafik auf rotem Bastelkarton. Ergänzt mit goldenen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus rot gemustertem Bastelkarton.
Braun-beige Fadengrafik auf hellem Bastelkarton. Ergänzt mit goldenen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus gemustertem Bastelkarton.
Gelb-beige Fadengrafik auf rotem Bastelkarton. Ergänzt mit goldenen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus rot gemustertem Bastelkarton.

Weiße Fadengrafik auf grünem Bastelkarton. Ergänzt mit silbernen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus grün gemustertem Bastelkarton.
Braun-beige Fadengrafik auf hellem Bastelkarton. Ergänzt mit goldenen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus gemustertem Bastelkarton.
Beige-silberne Fadengrafik auf hellem Bastelkarton. Ergänzt mit goldenen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus gemustertem Bastelkarton.
Weiße Fadengrafik auf grünem Bastelkarton. Ergänzt mit silbernen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus grün gemustertem Bastelkarton.
Gelbe Fadengrafik auf rotem Bastelkarton. Ergänzt mit goldenen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus rot gemustertem Bastelkarton.

Aus der Vorlage rechts unten habe ich auch ein paar Karten gestickt. Hier fand ich jedoch, dass die Fäden wie Gitarrensaiten aussahen, was mich weniger ans weihnachtliche Thema erinnert hat.

Weiße und grüne Fadengrafik auf grünem Bastelkarton mit silbernen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus grün gemustertem Bastelkarton.
Weiße und grüne Fadengrafik auf grünem Bastelkarton mit silbernen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus grün gemustertem Bastelkarton.
Silberne und gelbe Fadengrafik auf blauem Bastelkarton mit silbernen 3D-Stickern. Darunter eine Klappkarte aus weißem Bastelkarton.
Aus der Vorlage rechts oben habe ich übrigens auch drei Karten gestickt. Nur leider habe ich sie bereits mit der Post verschickt, bevor ich sie fotografieren konnte.

Daran muss ich mich noch gewöhnen. Ein Blog ohne Bilder ist halt einfach nix.

In alle Karten habe ich noch farblich passende Einlegepapiere geklebt, die dann beschrieben wurden.

Und natürlich habe ich auch alle Briefumschläge selbst gebastelt. Wie man das am schnellsten macht, erkläre ich am besten in einem separaten Blogpost.

Vielleicht konnte ich Euch ein paar Anregungen liefern, denn aus den vier Vorlagen kann man so viele unterschiedliche Karten machen.

Ganz viele Grüße und eine schöne Adventszeit wünsche ich Euch!

Freitag, 22. November 2013

Eröffnung des Blogs

Letztens habe ich von meiner Schwester ein Fotoalbum mit vielen Fotos von mir geschenkt bekommen.
Auf einem Foto sitze ich als Teenager mit meinem Strickzeug bei meiner Oma auf der Couch.
Die Bildunterschrift lautet "Die geborene Feinmotorikerin"

Wahrscheinlich hat meine Schwester das mit einem Augenzwinkern gemeint. Allerdings hat sie recht.

Als ich sechs Jahre alt war und durch ein Gipsbein nicht mit den anderen Kindern toben und spielen konnte,  hat mir unsere Nachbarin zum Zeitvertreib das Häkeln beigebracht.
Fortan häkelte ich Decken für meine Puppenbettchen.

Als ich ungefähr zwölf oder dreizehn Jahre alt war, entdeckte ich das Malen nach Vorlagen für mich. Damit meine ich nicht Malen nach Zahlen (das hab ich übrigens auch ausprobiert, wenn ich gerade so darüber nachdenke). Sondern mein Bruder war zum Beispiel großer Fußball-Fan. Also suchte ich mir aus einer Zeitschrift eine Vorlage für das Logo seines Lieblingsvereins aus. Ich maß alle Kanten genau ab, vergrößerte sie maßstabsgetreu und malte ihm ein großes Vereins-Emblem, das er in seinem Zimmer an die Wand gehängt hat.

Als ich Teenager war, brachte mir meine Oma dann das Stricken bei. Zugegeben - die Ergebnisse konnten sich nie sehen lassen. Ich konnte ausschließlich rechte Maschen - und abstricken kann ich bis heute nicht. Außerdem habe ich krumm und schief und die Maschen viel zu fest gestrickt....
Irgendwann habe ich es dann aufgegeben.

Gleichzeitig war ich auch beim Knüpfen von Freundschaftsbändern ganz vorne dabei. Für jeden habe ich diese Bändchen geknüpft. Egal, ob die Farben zusammenpassten oder nicht.

Darauf kam meine Phase, in der ich aus diesen Mini-Perlen mit Webramen und Faden Arm und Halsbänder geknüpft habe. Die Vorlagen habe ich auf kariertem Papier selbst erstellt. Mein "Meisterwerk" war ein indianisches Halsband mit weißem Adler auf schwarzem Grund.

Mit ca. 19 Jahren kam ich zum Nähen. In Ermangelung einer Nähmaschine habe ich alles von Hand genäht. Zumindest habe ich es versucht. Die Ergebnisse sind schwarze Armstulpen aus Samt, die ich viel und oft getragen habe.
Dann noch ein kurzes Kleid aus schwarzem Samt. Das habe ich leider bis heute nicht getragen, da die Nähte einfach krumm und schief geworden sind.
Und ich habe mir einen lila Wickelrock genäht. Den habe ich auch oft angehabt (Disco-Zeit - Ihr versteht...).
Das war es dann aber auch schon.

Mit dem Eintritt ins richtige Berufsleben und mit vielen Nebenjobs und Freizeitstress, habe ich alle o.g. Tätigkeiten aufgegeben.
Keine Zeit, keine Lust, kein Material, keine Ideen.
Über 10 Jahre habe ich also nichts dergleichen getan.

Aber vor zwei Jahren hat mir meine Schwester gezeigt, wie man einen Bascetta-Stern bastelt. Ein Papierstern, für den man 30 gleiche Papierquadrate benötigt. Keine Schere, kein Kleber, kein sonstiges Bastelmaterial.
Einfach nur falten, zusammenstecken - fertig.

Ich war (und bin es noch) Feuer und Flamme. In diversen Schreibwaren und Bastelgeschäften habe ich mir bunte Notizklötze besorgt und wild drauflos allerlei Sterne gebastelt.
Wie bei allen Sachen stellte sich dann leider auch hier ganz schnell die Frage: wohin damit? Also hab ich mich wieder bremsen müssen und bin auf andere Basteleien umgeschwenkt.
Was kann ich also basteln und verschenken? Grußkarten! Jawoll!

Seit über einem Jahr beglücke ich nun alle Verwandten, Bekannten und Freunde mit selbstgebastelten Karten zu jedem Anlass. Weihnachten, Geburtstag, Trauer, Geburt - was sich halt so anbietet.

Und da ich so viele Ideen habe und so viele tolle Sachen dabei rauskommen, möchte ich diese Ideen mit Euch teilen.

Herzlich willkommen also im Blog Feinmotorik. Hier wird gebastelt, geklebt, geschnitten, gefaltet und zusammengesteckt. Gestickt und getan und gemacht.
Hoffentlich auch bald gehäkelt und gestrickt. Nur muss mir das irgendwer nochmal beibringen, da meine letzten Übungen über 15 Jahre her sind.

Liebe Grüße